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ROTE LISTE DER GEFÄHRDETEN ANTIKEN PERUS

PARIS. Der Internationale Museumsrat (ICOM) stellt die Rote Liste der gefährdeten Antiken Perus (2007) vor. Es handelt sich um die fünfte Rote Liste des ICOM gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern

Seit vielen Jahren ist Peru vom Verlust seines kulturellen Erbes bedroht, und dies trotz nationaler Gesetzgebung, internationaler Übereinkommen und bilateraler Abkommen, die dieses Erbe schützen. Während sich die Aufmerksamkeit lange Zeit auf die Plünderung archäologischer Fundstätten richtete, werden heute auch andere historische, kulturelle und religiöse Stätten zerstört, um die wachsende Nachfrage nach antiken und exotischen Objekten auf dem Kunstmarkt zu befriedigen.

ICOM, das Nationale Kulturinstitut (INC) in Peru und die Fachleute für peruanisches Kulturerbe und Interpol bemühen sich, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, dass das Verschwinden des Kulturerbes der verschiedenen grossen Zivilisationen Perus einen unwiederbringlichen Verlust für das Land und die ganze Menschheit bedeuten würde.

Die rote Liste ist ein Aufruf an Museen, Auktionshäuser, Kunsthändler und Sammler, alle notwendigen Garantien einzuholen, bevor Objekte peruanischer Herkunft erworben werden. Die rote Liste wurde auch für die Polizei- und Zolldienste erarbeitet, um ihnen bei der Identifikation von Objekten verdächtiger Herkunft behilflich zu sein.

Die rote Liste weist 18 Kategorien von peruanischen Kulturgütern auf, die bei Schwarzhändlern besonders begehrt sind. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer ein aus Peru stammendes Objekt erwerben will, ist aufgefordert, dessen Authentizität und Eigentumstitel möglichst sorgfältig zu prüfen.

DER INTERNATIONALE MUSEUMSRAT (ICOM)

ICOM ist die internationale Organisation der Museen und der Museumsfachleute, die sich für den Erhalt, die Erschliessung und die Vermittlung der Werte des gegenwärtigen und zukünftigen, materiellen und immateriellen Kultur- und Naturerbes einsetzt.

Mit seinen über 24 000 Mitgliedern in 147 Ländern bildet ICOM ein weltweites Netz von Museumsfachleuten aller Disziplinen und Spezialisierungen.

Das Büro für Erziehungs- und Kulturangelegenheiten des Aussenministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika hat die Erstellung der roten Listen des ICOM finanziell unterstützt.

Press conference in Munich (Germany) on 13th of January 2009

KONTAKT : Jennifer Thevenot (thevenot.icom@unesco.org) / Tél. : + 33 (0) 1 47 34 91 60